Erzbischof Zygmunt Zimowski, der Vorsitzende des Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst, ist tot

13-07-2016
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Am 12. Juli ist Erzbischof Zygmunt Zimowski, der Vorsitzende des Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst, nach einer langen Krebserkrankung im Alter von 67 Jahren gestorben. Unmittelbar vor seinem Tod bekam er einen Anruf von Papst Franziskus, der ihm auch seinen Segen gespendet hat. Ein paar Tage vorher hatte ihn bereits der emeritierte Papst Benedikt XVI. angerufen.

Der verstorbene Erzbischof Zimowski kam am 7. April 1949 in Kupienin, im Bistum Tarnów, zur Welt, wo er später in das Priesterseminar eintrat. Im Jahr 1973 erhielt er die Priesterweihe aus den Händen von Bischof Jerzy Ablewicz, Metropolit von Tarnów. Zimowski studierte dogmatische Theologie an der Katholischen Universität Lublin und setzte das Studium später in Innsbruck fort, wo er Vorlesungen von Karl Rahner besuchte. Im Jahr 1982 promovierte er im Fach Dogmatik an der Leopold-Franzens-Universität. Ab 1983 arbeitete Zimowski in der Glaubenskongregation, deren Präfekt zu dieser Zeit Kardinal Joseph Ratzinger war. Im Jahr 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Radom ernannt. Die Bischofsweihe erhielt Zimowski aus den Händen von Kardinal Joseph Ratzinger. Als Bischof gehörte er zum Rat für die Ökumene der Polnischen Bischofskonferenz, später wurde er zum Vorsitzenden der polnischen Glaubenskommission gewählt. Im Jahr 2008 wurde er für sein Engagement bei der Erhaltung jüdischer Friedhofsdenkmale vom damaligen Präsidenten Polens, Lech Kaczyński, mit dem Orden Polonia Restituta ausgezeichnet.

Im Jahr 2009 wurde Bischof Zimowski von Papst Benedikt XVI. zum Vorsitzenden der Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst ernannt. Gleichzeitig erhielt er die Würde eines Erzbischofs. Zwei Jahre später berief ihn der Papst zum Mitglied der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, im gleichen Jahr wurde er auch Mitglied der Kongregation für die Bischöfe.

Seit 2014 kämpfte Erzbischof Zimowski gegen eine Krebserkrankung. Drei Mal rief ihn Papst Franziskus persönlich an, das letzte Mal am Tag seines Todes.